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Ikigai – Ein japanisches Konzept für ein gutes und zufriedenes Leben

Ist dir der Begriff Ikigai schon einmal begegnet? Bei mir tauchte er immer mal wieder auf dem Radar auf - allerdings ohne, dass ich mich tiefer damit befasste. Das änderte sich vor einigen Wochen und jetzt finde ich das Konzept so spannend, dass ich mein angelesenes Wissen einmal aufschreibe. Vielleicht hast Du nach dem Lesen ja auch Lust, Dich mit Deinem Ikigai zu beschäftigen 😉.



Das Konzept des Ikigai kommt ursprünglich aus Japan. Es soll seine Wurzeln in der traditionellen japanischen Medizin haben. Diese beruht auf der Annahme, dass die mentale und emotionale Gesundheit einen Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit bzw. unser körperliches Wohlbefinden haben. Zu den positiven Auswirkungen von Ikigai gibt es einige wissenschaftliche Studien. Wenn Dich dies interessiert, schau‘ gerne einmal diesen Artikel an: https://positivepsychology.com/ikigai-test-questionnaires/ . Dort werden unter anderem einige spannenden Artikel benannt und ihre Ergebnisse kurz und knapp vorgestellt.



Was genau ist denn nun Ikigai?


Der Begriff ist zusammengesetzt aus den Wörtern "Leben" (iki) und "Wert" (gai). Einfach gesagt beschreibt es also, was Dein Leben lebenswert macht und Dich erfüllt. Die japanische Psychologin Michiko Kumano beschreibt Ikigai als ein tiefes Gefühl von Erfüllung und Zufriedenheit, das entsteht, wenn Menschen Aktivitäten nachgehen, die sie genießen. Ikigai ist dabei kein kurzfristiges Vergnügen. Es ist ein gutes und zufriedenes Leben.


Ikigai ist die Schnittmenge der folgenden vier Dimensionen:

  • Was Du liebst

  • Was Du gut kannst

  • Was die Welt (von Dir) braucht

  • Wofür Du bezahlt wirst

Das Konzept betrachtet also nicht nur Dich als Individuum, sondern auch Deine Rolle in der Gesellschaft.



Dein Ikigai finden


Sein persönliches Ikigai zu finden passiert nicht innerhalb einer halben Stunde (auch wenn das vielleicht schön wäre). Es braucht seine Zeit und bewusste Reflexion. Wenn Du Dich mit Deinem Ikigai beschäftigen möchtest, hier ein paar Fragen zum Start:


  • Was Du liebst:

- Was machst Du gerne in Deiner Freizeit, das Dich glücklich macht?

- Was interessiert Dich so sehr, dass Du Informationen darüber "verschlingst"?

- Welchen Aktivitäten bist Du in Deiner Kindheit & Jugend gerne nachgegangen?

- Bei welchen Aktivitäten vergisst Du Raum und Zeit?


  • Was Du gut kannst:

- Welche Fähigkeiten sind bei Dir besonders stark ausgeprägt?

- Welche (Charakter-)Stärken machen Dich aus?

- Bei welchen Themen bitten Dich andere Menschen um Unterstützung?


  • Was die Welt braucht:

- Welche Probleme würdest Du gerne lösen?

- Was würdest Du in der Welt gerne ändern?

- Wer und was inspiriert Dich?


  • Wofür Du bezahlt wirst:

- Wie verdienst Du aktuell Dein Geld? Wie hast Du es in der Vergangenheit verdient?

- Mit welchen Fähigkeiten und mit welchem Wissen könntest Du Geld verdienen?

- Wofür sind andere Menschen bereit, Geld auszugeben?


Das eigene Ikigai zu finden ist herausfordernd und kostet Zeit. Doch schon die Reflexion darüber, was wir lieben, gut können und worin wir Erfüllung finden ist viel Wert. Denn je mehr wir uns mit uns selbst auseinandersetzen und unseren Wertekompass entwickeln, desto besser können wir uns danach ausrichten. Schritt für Schritt.


Online kannst Du einige Tests finden, die Dich auf der Suche nach Deinem Ikigai unterstützen können. In meinen Augen sind sie eine gute Ergänzung zur eigenen Reflexion und zu Gesprächen mit Menschen, die Dich gut kennen.


Ich hoffe, das Lesen dieses kurzen Artikels hat Dir Spaß gemacht und bei Dir Interesse geweckt, Dich mehr mit Deinem Ikigai zu beschäftigen. Viel Freude dabei!

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