Du kannst das Leben so oder so sehen

Eine Gegenüberstellung von negativer und positiver Grundstimmung und deren Auswirkungen


Die Sonne weckt Dich. Schon wieder eine Nacht, in der Du nicht gut geschlafen hast. Und oh nein, der Wecker hat gar nicht geklingelt und Dein Kind ruft nach Dir. Du bist frustriert, weil Du keine Zeit für Dich hast, um im Morgen anzukommen. "Ja, Schatz, was ist denn?" ...Also, auch keine Zeit für Yoga heute. Aber wenigstens ein paar Zeilen schreibst Du in Dein Tagebuch:

"Ich bekomme es einfach nicht hin, mir meinen Morgen so zu gestalten, wie ich es mir vorgenommen habe. Nun wollte ich doch mehr auf mich achten, aber die Zeichen stehen einfach gegen mich. Ohne Yoga am Morgen fühle ich mich heut wieder so faul." Du checkst später Deine Mails. Dich erreicht die Nachricht, dass ein Auftrag so gut wie genehmigt ist - ein paar Rückfragen sollst Du noch beantworten. "Oh nein, was wollen die denn jetzt noch alles von mir wissen?", fragst Du Dich.

Beim Frühstück mit der Familie bist Du mit Deinem Kopf nicht ganz bei der Sache, schnell haust Du Dir etwas zu essen rein und animierst Deine Kinder, sich etwas zu beeilen. Es ist jeden Morgen das Gleiche Rennen gegen die Zeit.

Und dann das Anziehen auf dem Weg zur Schule. Es dauert ewig. Wenn Dein Sohn nicht wieder seinen blauen Pullover verlegt hätte, wärt ihr schon lange aus dem Haus. "Zieh doch einfach einen anderen an", erwiderst Du und stellst Deinen Sohn damit nicht zufrieden. "Gib doch mehr Acht auf Deine Sachen, jedes Mal müssen wir Deinen Kram suchen!"... Und so geht es den ganzen Tag weiter.


Kennst Du solche Tage? Dann bist Du kein Einzelfall. Wir alle kennen solche Gedanken. Besonders, wenn wir gestresst sind, verfallen wir oftmals in solche Muster.


Auswirkungen einer negativen Grundstimmung


Negative Gedanken sind leicht zu identifizieren. Sie können Deinen Alltag sehr beeinflussen. Wenn ein mal der Wurm drin ist, ist es schwer, daraus auszubrechen und den Blick für's Positive zu öffnen. Negative Gedanken durchdringen Deine Selbstgespräche und Deine Kommunikation mit anderen, sie macht Dich harsch und ungeduldig. Auch auf körperlicher Ebene kannst Du die negativer Grundstimmung spüren: sie führt oftmals zu erhöhtem Blutdruck, zu verhärteten Schulter- und Nackenmuskeln und zu erhöhter Anspannung im Gesicht. Sogar Depressionen können hervorgerufen werden.

Auch die Einschätzung von Situationen wird durch eine negative Grundstimmung negativ gefärbt. Du gehst mit Scheuklappen durchs Leben und findest überall Fehler und Schuld, aber entwickelst keine Lösungen.

Negative Gedanken sind so schnell und heftig, sie hauen uns manchmal richtig um.


Wie zeigt sich dagegen jedoch eine positive Grundstimmung?


Im Vergleich zur negativen Grundstimmung ist die positive Haltung viel blasser und schwächer. Das ist genau der Grund dafür, dass wir die positiven Gefühle oftmals gar nicht wahrnehmen. Eine positive Grundstimmung meint nicht, permanent zu lächeln und glücklich zu tun. Sie geht viel tiefer. Sie umfasst positive Gefühle wie zum Beispiel Dankbarkeit, Zuversicht, Hoffnung, Liebe, Verbundenheit, Wertschätzung, Freude und Heiterkeit. Sie zeigt sich in einer optimistischen Haltung und in einem offenen Geist. Eine positive Haltung führt zu einem weichen Herz, zu einem entspannten Körper und einem sanften Gesichtsausdruck. Unser Charakter profitiert und auch unsere Beziehungen. Eine positive Haltung wirkt sich auf uns und auf die Gemeinschaft, in der wir leben, aus.


Eine positive Haltung hat zur Folge, dass sich Deine Aufmerksamkeit öffnet, Du mehr siehst, mehr um Dich herum wahrnimmst. Deine Wahrnehmung ist aufmerksamer für die subtilen, flüchtigen positiven Emotionen. Durch den erweiterten Geist eröffnen sich Dir mehr Möglichkeiten. Du kommst auf bessere Ideen, probierst mehr aus, bist emotional gelassener und körperlich aktiver.

Durch eine positive Haltung kannst Du Ressourcen auf unterschiedlichen Ebenen aktivieren (körperlich = mehr Bewegung, besserer Schlaf; geistig: Kreativität). Auch auf psychologischer Ebene hat eine positive Haltung interessante Auswirkungen - sie macht Dich optimistischer und widerstandsfähiger. Auf sozialer Ebene profitierst Du ebenso: Du stärkst Deine Beziehungen, da Du eine bessere Verbindung aufbaust. Diese Ressourcen führen zu mehr Wohlbefinden und emotionaler Stabilität, sie lassen Dich wiederum mehr positive Emotionen aufnehmen. So befindest Du Dich in der Aufwärtsspirale des positiven Mindsets. Spannend, oder?




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